Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU e.V.: Vorstand kassiert Steuermittel ab

Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU e.V. kassiert Steuermittel ab – Umwelt, Gesundheit und Interessen der Mitglieder bleiben auf der Strecke

Umwelt und Gesundheit sowie die Interessen der Mitglieder stehen nicht im Mittelpunkt der Arbeit des Vorstandes des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU. Hilfe suchende Initiativen erhalten in Genehmigungs- und anderen Verwaltungsverfahren selten Unterstützung. Klageverfahren gegen die Umwelt und die Gesundheit belastende Projekte führt der BBU - anders als andere leistungsfähige, gut organisierte Umweltverbände - schon gar nicht durch. Der BBU ist mit seiner öffentlichen Umweltarbeit so gut wie am Ende. Die Mitgliedsinitiativen müssen sich fragen, was sie noch vom BBU erwarten können und welchen Vorteil sie von ihrer BBU Mitgliedschaft haben - über die Spendenquittung für ihren Mitgliedsbeitrag hinaus. Die Vorstandsarbeit des BBU muss neu ausgerichtet werden.

Der gesamte Geschäftsführende BBU-Vorstand, sechs von elf Mitgliedern im BBU Vorstand, kassieren ab – öffentliche Steuermittel zur Teilhabe von nicht staatlichen Umweltorganisationen an der Normungsarbeit. Neben der jährlich 5-stelligen Koordinationspauschale für DIN Normungsarbeit werden von BBU Vorstandsmitgliedern weitere 720 Euro je Normungstag plus Spesen kassiert. In erheblichem Umfang dreht sich die Vorstandsarbeit um dieses Geld. Die Pfründe müssen verteidigt und verteilt werden.

Es geht also um lukrative 720 Euro je Tag Normungssitzung plus Reisespesen, üblicherweise für einen Trip nach Berlin. Da lohnt sich doch die Arbeit des BBU Vorstandes - für die absolute Mehrheit dessen Mitglieder.

Dieser Steuergeld verschwendende Vorgang muss öffentlich diskutiert werden. Beim Abgreifen von Geld durch den Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU e.V. geht es um einen Batzen Steuermittel des Bundes, bereitgestellt von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, verteilt vom Umweltbundesamt. Der Bundesrechnungshof erwägt die Überprüfung der Zahlungen.

Wilfried Soddemann
Freier Wissenschaftsjournalist
Ltd. Regierungsbaudirektor a. D.
Bauassessor Dipl.-Ing.

Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU e.V. Vorstandsmitglied

Mühlenstraße 5b
48351 Everswinkel
Mail: soddemann-aachen@t-online.de

AnhangGröße
nrhz_SOD_TW_HÖHN_20080924.pdf95.95 KB

Über Diplomingenieur Wilfried Soddemann