Unbeliebte Ryanair

Kunden des Billigfliegers Ryanair können in Zukunft Flüge nur mehr auf der Homepage von Ryanair buchen (www.ryanair.com). Die Billigfluglinie wehrt sich gegen Drittanbieter und Preisvergleiche und läßt Buchungen auf den Webseiten dieser nicht mehr zu. In die gleiche Kerbe schlägt easyJet (www.easyjet.com), der Konkurrent des irischen Billigfliegers will ebenfalls Buchungen, die nicht über die eigene Webseite getätigt werden, verbieten.
Für große Aufregung bei Kunden und in der Reisebranche sorgt allerdings die Stornierung von Flugtickets der Fluglinie Ryanair. So sollen Passagiere, die Ihren Flug bereits bei einem Drittanbieter gebucht haben, ab 25. August einfach am Boden bleiben. Die Tickets wurden kurzerhand für ungültig erklärt. Den Passagieren wird über die Fremdanbieter der Ticketpreis zurück gezahlt.

Dieses Vorgehen hat zur heftigen Kritik in der gesamten Reisebranche geführt und Ryanair hat sich damit wohl wenige Freunde gemacht.
Klaus Laepple, Präsident des Deutschen ReiseVerbands (www.drv.de), bedauert die Entscheidung der Fluggesellschaft, daß sie Buchungen nur noch direkt über ihre eigene Website und ihr Call-Center sowie ausschließlich von Endkunden zuläßt und sich so einem direkten Preisvergleich entzieht.
Die EU-Kommission kam zwar zum Entschluß, daß die Entscheidung des Billigfliegers nicht gegen europäisches Recht verstoße, findet das Vorgehen Ryanairs jedoch bedauerlich. EU-Kommissionssprecher Ton Van Lierop appelliert an den irischen Low-Cost Carrier, die bereits getätigten Buchungen anzuerkennen.

Einige der betroffenen Buchungsplattformen, wie das spanische Unternehmen eDreams (www.edreams.com) wollen vor Gericht gehen und werfen Ryanair Verantwortungslosigkeit und Fahrlässigkeit vor. Das Billigflugportal cheapflightscorner (www.cheap-flights-corner.com), das zwar nicht von den Stornierungen betroffen ist, sich aber mit den veräppelten Kunden solidarisiert, zeigt Ryanair die Rote Karte. Andere Anbieter warten noch ab. "Wir wollen erst mal abwarten und sehen, ob die wirklich so töricht sind und ihre eigenen Passagiere am Boden stehen lassen", so Sprecherin Rosangela Leone von Bravofly wörtlich.

Es wird auch damit spekuliert, ob die ganze Aktion vielleicht nur Aufmerksamkeit und Publicity erregen soll. Mr. O´Leary, Chef der Fluglinie, ist schließlich bekannt für seine ungewöhnlichen und umstrittenen Aktionen. Ob man mit einer Aktion, die Kunden wie Unternehmen gleichermaßen verärgert, jedoch einen positiven Nutzen ziehen kann, ist mehr als fraglich.


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