Pal Dragos: Die unheimliche Sehnsucht nach Manipulation

Die Sehnsucht nach Manipulation ist eine kollektive Obsession der westlichen Gesellschaften des postmodernen Zeitalters geworden. Die kulturell bedingte Verdinglichung der Lebenskraft führt zu einer individuellen Willensschwäche, die durch Manipulation kompensiert werden soll. Erwachsene tun dann so, als ob sie die Bedürfnisse eines Kleinkindes für sich beanspruchen dürften.

„Herr Doktor, manipulieren Sie bitte meinen Körper gesund.“ So wird es zwar nicht gesagt, jedoch exakt so gedacht! In der Medizin ist ein solches Bedürfnis schon längst bekannt. Statt mit Hilfe der eigenen Willenskraft den Körper in die Lebensgestaltung zu integrieren, wird nach einem manipulativen Eingriff von Außen verlangt. Die Selbstheilungskräfte sollen durch manipulative Eingriffe von Außen ersetzt werden.

Ohne die Selbstheilungskräfte ist der Mensch jedoch nicht heilungsfähig. Die vielen manipulativen Symptomverschiebungen und -vertagungen führen zu einer dauerhaften Verhärtung der Willenskräfte und dem Verlangen nach noch mehr Manipulation. Der Mensch macht sich zu einem kybernetischen Schaltkreis der Suchtentwicklung.

Auch die homöopathischen Megapotenzen (Potenzstufen über die 30er Stufe hinaus) führen zu einem Effekt, den man als eine Manipulation der Kräfte der Patienten im Dienste der Vorstellung von einer allmächtigen Medizin betrachten kann.
Bis zum Ende der Kinderzeit tragen die Erwachsenen die Verantwortung für die Willenskraft des Kindes. Darüber hinaus führt die Sehnsucht nach Manipulation zu einer fatalen Verwechslung: zur Selbstverkindlichung statt zur
Selbstgestaltung. Selbstverkindlichung ist jedoch auch Selbstversklavung.

Informationen zu diesem Thema in: P. Dragos (2005): Die unbekannten Todsünden in der Homöopathie – Zur erfolgreichen Organisation einer homöopathischen Therapie, Norderstedt.

Weitere Informationen und Leseproben: www.wachstumstrend.de und www.pal-dragos.de

08.04.2008:

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