Kredite für das Eigenheim so hoch wie nie

Der aktuelle Trend setzt sich weiter fort: Tilgung, Darlehenssumme und Zinsbindung bleiben hoch und die Standardrate bleibt knapp oberhalb des historischen Tiefstwertes. Grund dafür sind unter anderem die zuletzt wieder gesunkenen Zinsen.

Seitdem sich im Herbst letzten Jahres die monatliche Standardrate für ein Baudarlehen mit 419 Euro auf dem Tiefststand befand, stieg sie bis August 2017 kontinuierlich auf 469 Euro an. Im Oktober-Wert lag sie dank leicht gesunkener Zinsen bei 456 Euro. Damit ist sie in etwa so hoch wie im April und Mai 2017. Diese ermittelte Standardrate gilt für ein Darlehen von 150.000 Euro mit 2% Tilgung, 80% Beleihungsauslauf sowie zehnjähriger Sollzinsbindung und spiegelt die Entwicklung der Bauzinsen wider.
Kreditnehmer sichern sich den Bauzins im Oktober weiterhin durchschnittlich für rund 13 Jahre und sechs Monate. Die Darlehenshöhe erreicht im Oktober mit 204.000 Euro einen neuen Rekord. Zum Vergleich: 2016 wurde die 200.000-Euro-Grenze nur in einem Monat knapp überschritten, Anfang 2017 belief sich die Darlehenshöhe auf etwas über 190.000 Euro. Dass Kreditnehmer sich immer mehr Geld für die Finanzierung ihrer Immobilie von der Bank leihen, passt zum Anstieg der Haus- und Wohnungspreise. Gerade in den Metropolen steigen die Immobilienpreise stetig.
Die Zahlen belegen zugleich, dass sich die Haushalte nicht stärker verschulden. Der fremdfinanzierte Anteil des Immobilienwertes in Form des Beleihungsauslaufs bleibt konstant auf einem soliden Niveau knapp unter 80%. Häuslekäufer nehmen mehr Geld für die eigenen vier Wände auf, bringen aber unter anderem aufgrund von fehlenden Anlagealternativen mehr Eigenkapital ein. Auch der Tilgungssatz bleibt mit 2,89% relativ stabil, sodass sich viele für eine höhere Anfangstilgung und damit für eine relativ sichere Finanzierung entscheiden.

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