Studie: Effekte durch zusätzliche Hyperthermie bei Gebärmutterhalskrebs

Zervixkarzinom: Hyperthermie kann Sensibilität gegenüber Radio-Chemotherapie erhöhen

„Das Hinzufügen der Elektro-Hyperthermie kann bei lokal fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs nützlich sein“. Einen solchen „positiven Trend“ vermeldet der Zwischenbericht einer Phase-III-Studie. Im Rahmen dieser zweijährigen Studie wollen die Forscher die klinischen Auswirkungen bestimmen, die durch die „Zugabe von modulierter Elektro-Hyperthermie (mEHT) zu den Standardbehandlungsprotokollen für lokal fortgeschrittene Gebärmutterhalskrebs-Patienten“ entstehen können. Die laufende randomisierte Studie wird im Charlotte Maxeke Johannesburg Academic Hospital durchgeführt. Beteiligt sind als Prüfer von medizinisch-wissenschaftlicher Seite: Dr. Kotzen (Strahlenonkologie, Universität Witwatersrand, Johannesburg) Prof. Dr. Baeyens (Radiobiologie, Labor) sowie als Co-Supervisor Dr. Carrie Minnaar (Fachärztin für Modulated Electro Hyperthermie und Oncothermie).

Wenn die Elektro-Hyperthermie mit weiteren Therapien verbunden werde, können manche Tumoren 250fach besser, Tumoren in Gehirn und Leber 100mal wirksamer erreicht werden, so Dr. Minnaar. Dabei unterscheidet sich die Oncothermie als spezielle Form der Hyperthermie von üblicher onkologischer Hyperthermie: Sie arbeitet mit selektiv und modulierter elektromagnetischer Energie, da nicht alle Tumoren die gleiche Energiemenge absorbieren. So sei jeder individuelle Tumor mit der für ihn jeweils erforderlichen Dosis zu behandeln. Die Oncothermie erlaube, die Intensität der Hyperthermie auf den speziellen Tumor abzustimmen. Damit könne anders als bei der allgemeinen Hyperthermie die Wirksamkeit bis zu einem sechsfachen gesteigert werden, ohne gesunde Zellen zu schädigen.

Prof. Dr. András Szász, Begründer der Oncothermie: „Auch in dieser klinischen Phase III- Studie geht es darum, Wirksamkeit und Verträglichkeit einer Therapie zu überprüfen und Nutzen und Risiken abzuwägen. Dabei wird eine größere Probanden-Gruppe erfasst, in diesem Fall über 290 Patientinnen.“ So lässt sich im Abgleich der nur zusätzlich mit der Elektro-Hyperthermie behandelten und der ausschließlich mit Radio-Chemotherapie behandelten Gruppe zeigen, ob und wie sich die Wirksamkeit und die Unbedenklichkeit auch bei vielen unterschiedlichen Patienten bestätigen lassen.“ Prof. Dr. Szász: "Oncotherm achtet bei seinen Projekten und Studien zu Forschungs- und Entwicklungs-Programmen besonders auf ethisch korrekte und professionelle klinische Studien. Das Ziel ist, Patienten mit bösartigen Erkrankungen zu helfen und den medizinischen Fachkräften im Krieg gegen den Krebs sichere und wirksame Waffen zur Verfügung stellen.“ Phase III-Studien findet unter annähernd praxisnahen Bedingungen statt. Dabei werden die Patienten engmaschig kontrolliert, so dass sie während der Studie selbst von der intensiven medizinischen Betreuung profitieren können.

Oncotherm (Troisdorf) entwickelt, produziert und vertreibt seit 1988 Therapiesysteme auf Grundlage des selektiven Erwärmungsverfahrens der lokal regionalen Oncothermie. Das Unternehmen gründet auf der Forschung von Professor Dr. András Szász an der Eötvös Science University, Budapest. Die Elektrohyperthermie-Methode wurde zum Markenbegriff „Oncothermie“ und zu einer der führenden Hyperthermie-Behandlungsverfahren mit weltweit mehr als 200.000 Behandlungen pro Jahr. Kontakt: Oncotherm GmbH, Janina Leckler, Belgische Allee 9, 53842 Troisdorf +49 2241 3199223, leckler@oncotherm.de



Über Dr. Hergen H. Riedel