Symphonieorchester Vorarlberg: Korsten legt Funktion als Chefdirigent mit Saisonende zurück

Weitere Zusammenarbeit gesichert – Nachbesetzung wird mittelfristig geklärt

Gérard Korsten legt seine Funktion als Chefdirigent des Symphonieorchester Vorarlberg zum Ende der aktuellen Saison zurück. Der 57-Jährige bleibt dem Orchester eng verbunden: Er wird auch künftig jedes Jahr ein Abokonzert dirigieren. Präsident Manfred Schnetzer dankte dem international tätigen Dirigenten „für 13 Jahre voll unbändigem Einsatz und voll wichtiger künstlerischer Impulse“. Korsten habe das Orchester maßgeblich weiterentwickelt.

Seit 2005 ist Gérard Korsten bereits Chefdirigent des Symphonieorchester Vorarlberg. Nach dem Ende der Saison wird er diese Funktion im Sommer 2018 abgeben. Er stand dann 13 Saisonen lang regelmäßig am Pult des Symphonieorchesters. „Ich habe das Gefühl, dass dem Orchester nach einer so langen Zeit jetzt neue Impulse guttun“, begründet Korsten seinen Entschluss. Er blicke dankbar auf die enge Zusammenarbeit zurück: „Das Orchester hat sich unglaublich positiv entwickelt und auch ich hatte hier die Möglichkeit, viele unterschiedliche Programme zu dirigieren und mich als Dirigent weiterzuentwickeln.“

Der Präsident des Symphonieorchesters, Manfred Schnetzer, und Geschäftsführer Thomas Heißbauer danken Korsten gemeinsam für seinen langjährigen Einsatz. „Gérards Energie und seine Freude an der Arbeit haben auf das ganze Orchester ausgestrahlt“, schildert Heißbauer. „Er hat das Orchester mit seiner Persönlichkeit und seinem künstlerischen Verständnis geprägt.“ Seine Vergangenheit als hervorragender Geiger sei besonders bei der Arbeit mit den Streichern spürbar gewesen.

Weitere Zusammenarbeit
Korsten bleibt dem Symphonieorchester Vorarlberg aber auch in Zukunft erhalten. Er wird weiterhin ein Abokonzert pro Jahr leiten – als Chefdirigent waren es zuletzt drei Abokonzerte pro Jahr. „Über diese weitere Zusammenarbeit freuen wir uns sehr“, betont Präsident Schnetzer. „Darin kommt auch die enge Verbundenheit von Gérard Korsten und unserem Orchester zum Ausdruck.“

Für die Nachbesetzung werde sich das Orchester „bewusst Zeit nehmen“, kündigt Geschäftsführer Heißbauer an. „Wir werden in nächster Zeit Gespräche führen, und schauen, wer wirklich gut zu uns und unserem Anforderungsprofil passt“, schildert Heißbauer. In den vergangenen Jahren habe das Orchester mit vielen interessanten Persönlichkeiten zusammengearbeitet, es gebe darüber hinaus aber einige weitere Kandidaten.
Informationen: www.sov.at

Factbox:
Gérard Korsten
- geboren 1960 in Pretoria (Südafrika)
- studierte Violine in Philadelphia und Salzburg
- Konzertmeister der Camerata Salzburg und des Chamber Orchestra of Europe
- seit 1996 ausschließlich als Dirigent tätigt
- 1999 bis 2005 Musikdirektor am Teatro Lirico in Cagliari (Sardinien)
- 2009 bis 2014 Musikdirektor der London Mozart Players
- Arbeiten mit dem Adelaide Symphony, BBC Scottish Symphony, Budapest Festival Orchestra, Irish Chamber, Orchestra della Svizzera Italiana, Orchestre National de Lyon, Scottish Chamber, Swedish Chamber, SWR Sinfonieorchester uvm.
- Opernaufführungen: Opéra National de Lyon, Teatro alla Scala Mailand, Deutsche Oper Berlin, Ungarische Staatsoper uvm.

Rückfragehinweis für die Redaktionen:
Symphonieorchester Vorarlberg, Mag. Thomas Heißbauer, Telefon 0043/5574/43447, Mail thomas.heissbauer@sov.at
Pzwei. Pressearbeit, Wolfgang Pendl, Telefon 0043/699/10016399, Mail wolfgang.pendl@pzwei.at


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