Ratingagenturen auf den internationalen Finanzmärkten: Ihre Rolle in der Finanz- und Eurokrise

Vor mehr als einem Jahrhundert haben sich, ausgehend von den USA, Unternehmen entwickelt, die sich auf die Bonitätsbeurteilungen von Schuldnern spezialisiert haben: Die Ratingagenturen. Begonnen hat alles mit einem dünnen Buch, welches John Moody im Jahre 1909 veröffentlichte. Heute hat sich der Ratingmarkt zu einer "Multi-Milliarden-Dollar-Industrie" entwickelt und die großen Agenturen wie Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch zählen zu den mächtigsten Akteuren auf den Finanzmärkten. Doch die Agenturen, die für Transparenz und Effizienz auf den Finanzmärkten sorgen sollen, stehen seit Beginn des neuen Jahrtausends fast pausenlos in der Kritik. Ihre Finanzierung sei fragwürdig, ihre Bewertungsmethoden undurchsichtig und ihre Ratings oft nicht nachvollziehbar. Zudem wird ihnen massives Versagen in verschiedenen wirtschaftlichen Krisen vorgeworfen. Die Beispiele reichen von einer der größten Firmenpleiten in der US-Geschichte über die Finanzmarktkrise bis hin zur Staatsschuldenkrise in der Eurozone. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Ratingbranche auch als die größte unkontrollierte Machtstruktur im Weltfinanzsystem dargestellt wird und Politiker immer wieder Alternativen zu den privatwirtschaftlichen Agenturen fordern. Ist die harte Kritik an den Ratingagenturen berechtigt oder wird mit ihnen nur ein Sündenbock präsentiert um von anderen Problemen auf den Finanzmärkten abzulenken? Dieser Frage wird im vorliegenden Buch nachgegangen.

Ratingagenturen auf den internationalen Finanzmärkten: Ihre Rolle in der Finanz- und Eurokrise
von Jan Siebert
Igel Verlag
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Erhard Coch ist Autor verschiedener Bücher und Essays.