Kostengu?nstig, zeitgema?ß, interaktiv: Software ermo?glicht neue Ausstellungskonzepte

BYOD: Ganz wie Euch das Museum gefällt

Auf der Exponatec 2015 stellt die Agentur raumHOCH erstmals die Software cloudFOLIO fu?r Museen vor. Sie setzt neue Maßsta?be fu?r die Interaktion von Ausstellung und Besuchern u?ber deren eigenes Smartphone oder Tablet – und zwar ganz ohne App oder Datenstreaming.
Berlin / Ko?ln: Museumsbesucher sind heute von der Welt „draußen“ so einiges gewohnt: U?berall und sta?n- dig haben sie Zugriff auf Informationen, sei es als Text, Video oder Audio; sie ko?nnen sich spannenden Themen eingehender widmen und auf ihrem Weg durch den Wissensdschungel eigene Schwerpunkte setzen.

Die Museumsrealita?t ist oft eine andere. Zwar bieten seit einiger Zeit Installationen wie große Touchscreens Zusatzinformationen – oft steht allerdings schon jemand davor und man muss warten – oder aber die Technik setzt mal wieder aus. Das nervt Besucher und Museumsmitarbeiter gleichermaßen. Sind Leih-Tablets im Einsatz, bedeutet das hohe Kosten fu?r die Museen und eine Flut technischer Probleme. All das erkla?rt, wieso viele Museen Angst vor digitalen Anwendungen haben.

Fest steht aber auch: Wissensvermittlung im Museum ist ungleich fundierter als die ungelenkte Suche nach Informationen draußen. Aber was wa?re, wenn sie genau so unkompliziert funktionieren wu?rde?

Die Berliner Agentur raumHOCH stellt auf der Exponatec erstmals die von ihr entwickelte Software cloud- FOLIO fu?r den Museumsbereich vor. Dank cloudFOLIO ko?nnen sich die mobilen Endgera?te der Besucher und das Museum auf drei verschiedenen Wegen Daten austauschen:

1. Vom Museum zum Besucher
Besucher ko?nnen sich alle Informationen zu einzelnen Exponaten aufs Handy holen – zum Beispiel als Text, als Audio oder Video. Natu?rlich auch in verschiedenen Sprachen, automatisch gekoppelt an die Sprachein- stellung des mobilen Endgera?tes. Das bringt nicht nur Vorteile fu?r fremdsprachige Besucher – sondern auch wenn sich viele Interessierte vor einem Exponat dra?ngen. Und wer sich einen la?ngeren Text spa?ter bei Kaffee und Kuchen durchlesen mo?chte, kann ihn speichern. Auch gestalterisch entsteht dank cloudFOLIO ein Zugewinn: Wenn die Informationen ihren Platz auf den mobilen Endgera?ten finden, la?sst sich das Exponat selbst in der Ausstellung in den Mittelpunkt ru?cken und erzielt eine ho?here Wirkung.

2. Vom Besucher zum Museum
Was, wenn die Besucher Teil der Ausstellung wu?rden? Wenn sie selbst etwas zur Ausstellung beitragen ko?nnten? Einen Kommentar hinterlassen? Ihre Erfahrungen teilen? Eigene Fotos, zum Beispiel zur Ge- schichte eines Ortes, an eine mediale Installation im Museum schicken? Auch das funktioniert u?ber cloud- FOLIO. So ero?ffnen sich ganz neue Horizonte fu?r das Prinzip „BYOD – Bring your own device“ bei der Konzeption von Ausstellungen.

3. Interaktiv zwischen Museum und Besucher
Besucher ko?nnen Einfluss auf das nehmen, was fu?r alle zu sehen ist. Damit lassen sich ganz neue Formen der Wissensvermittlung denken. Ein Beispiel: Spielerische Stationen, an denen Besucher gemeinsam virtuell eine Pyramide errichten oder antike Tonscherben zu einer Schale zusammensetzen. Natu?rlich lassen sich so auch große Displays steuern oder Animationen starten – und zwar in einem Abstand, der es mo?glich macht, das gesamte Display in den Blick zu nehmen und der auch denjenigen Besuchern noch einen Blick auf die Darstellungen erlaubt, die der Interaktion nur zusehen. Und nicht zuletzt lassen sich mit der cloudFOLIO Fernsteuerung auch reale Exponate fernbedienen – eine spannende Option nicht nur fu?r Technikmuseen. Wie wa?re es, einen Technikroboter u?ber das eigene Handy fernsteuern zu ko?nnen?

Die Exponate und die mobilen Endgera?te der Besucher kommunizieren in Echtzeit u?ber ein lokales WLAN ohne Internetzugang miteinander. Das heißt, das Museum stellt seinen Besuchern ein frei zuga?ngliches Datennetz zur Verfu?gung, das nur fu?r den Betrieb im Museum eingerichtet ist. U?ber dieses Netz sind ausschließlich die Museumsinformationen zuga?nglich und keinerlei externe Webseiten. Die Besucher verbinden ihr Smartphone oder Tablet einfach mit diesem WLAN und haben sofort die Mo?glichkeit zur bidirektionalen Interaktion mit den Exponaten – und das ganz ohne ein APP herunterzuladen!

Texte, Audio-, Bild- und Video-Dateien werden u?ber ein leicht zu bedienendes Content-Management-System in cloudFOLIO eingepflegt, fu?r das normale Internet-Anwender-Kenntnisse ausreichen. So ko?nnen bei- spielsweise Texte zu den Exponaten oder Dateien des Audioguides jederzeit von den Mitarbeitern eines Museums angepasst werden. Das System ist einfach versta?ndlich, kostengu?nstig, effizient und zeitsparend. So lassen sich mit geringem Aufwand auch mehrere Ausstellungssprachen anbieten. Zudem kann man die Ausstellungstexte kostengu?nstig anpassen, wenn neue Exponate dazukommen, bestehende Exponate ver- liehen werden oder sich der Stand der wissenschaftlichen Betrachtung eines Themas vera?ndert.

Die Pra?sentationssoftware cloudFOLIO strukturiert und pra?sentiert die Daten. Sie folgt dabei konsequent einem responsiven Design, das Ergebnis sieht also immer gut aus – egal ob auf einem großen Bildschirm, einem Smartphone oder einem Tablet. Da raumHOCH fu?r sein Softwareframework auf aktuelle Webtechnologien setzt, sind alle Anwendungen plattform- und hardwareunabha?ngig einsetzbar. Auch das Betriebssystem spielt dafu?r keine Rolle.


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18.11.2015: | | | | |