Medizintourismus in der ästhetisch-plastischen Chirurgie ist riskant

Mit dem Ziel, Endverbrauchern und potentiellen Patienten im Bereich der ästhetischen Medizin die Risiken des Medizintourismus bewusster zu machen und einen aktuellen Überblick über die Situation in Deutschland zu geben, führte das Aufklärungs- und Kontaktportal www.estheticon.de unter seinen im Portal eingetragenen deutschen Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie eine aktuelle Online-Befragung durch.
„Die Ergebnisse der Umfrage zeigen ganz klar, dass der Medizintourismus in der ästhetischen Medizin vollkommen etabliert und weit verbreitet ist – und zwar sowohl vom Ausland nach Deutschland, als auch umgekehrt“, resümiert Pavel Hilbert, geschäftlicher Direktor und CEO des Unternehmens Estheticon. So behandelten 77% der befragten Fachärzte in den vergangenen 12 Monaten ausländische Patienten, hauptsächlich kommend aus Russland, der Ukraine, Schweiz und Nahost. Die häufigsten Eingriffe dabei waren Brustvergrößerungen, gefolgt von Fettabsaugungen und Lidchirurgie.
„Während ausländische Patienten Deutschland vorwiegend auf Grund der hohen Qualitätsstandards und Fachkompetenz der Ärzte für ihren ästhetischen Eingriff aufsuchen, werden deutsche Patienten vor allem durch Werbung mit billigen Preisen und hohen Versprechungen – was bei uns richtigerweise nicht nur geächtet, sondern vom Gesetz zum Schutze der Patienten sogar verboten ist – angelockt“, erklärt Prof. Dr. Dr. med. Johannes C. Bruck, Facharzt für ästhetisch-plastische Chirurgie in Berlin und Präsident der Fachgesellschaft VDÄPC (Vereinigung Deutscher Ästhetisch-Plastischer Chirurgen).

Dr. Alexander P. Hilpert, ästhetisch-plastischer Chirurg, Kö12, Düsseldorf führt die Problematik weiter aus: „Um Eingriffe billig halten zu können, wird oft an Qualität gespart. Außerdem werden beispielsweise OP´s, bei denen eine mehrtägige stationäre Nachsorge unbedingt ratsam wäre, nur ambulant durchgeführt. Daraus ergeben sich häufig Komplikationen, die dann unbedingt hier bei uns nachversorgt werden müssen.“ Die Ergebnisse der Befragung von Estheticon bestätigen dies: mehr als zweidrittel der teilnehmenden Ärzte behandelten deutsche Patienten nach, die sich vorher haben im Ausland operieren lassen. Dabei zeigte sich, dass ein deutscher Arzt im Schnitt 4 Patienten nachbehandelt hat, wobei die meisten Re-Operationen nach Eingriffen in der Tschechischen Republik, Polen und der Türkei stattgefunden haben.
Als Hauptrisiken im Bereich des ästhetischen Medizintourismus wurden von den teilnehmenden Fachärzten dann auch ein zu kurzer Aufenthalt am Operationsort und damit nur eine unzureichende Nachsorge durch den Operateur, sowie eine für den Patienten oft nur schwer nachvollziehbare Qualifikation und Fachkompetenz des Behandlers angesehen. „Ein wichtiges Gütekriterium für den Patienten ist der erworbene Facharzttitel. Nur wer einen entsprechenden Facharzttitel trägt, wie etwa „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ oder „Facharzt für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie“ mit der Zusatzbezeichnung „Plastische Operationen“, hat in seiner Ausbildung sicher die notwendigen Qualifikationen für ästhetische Operationen erworben. Wir stellen immer wieder fest, dass Patienten mit ungeschützten Begriffen wie „Schönheitschirurg oder Schönheitschirurgie“ in die Irre geleitet werden“, warnt Prof. Bruck. „Deshalb unterstützen wir als anerkannte Medizingesellschaft die Plattform www.estheticon.de, da hier streng nach Qualifikation entschieden wird! Eine für den Verbraucher sinnvolle Orientierung findet sich unter www.estheticon.de/criteria.“
„Obwohl wir bei unseren Usern zunehmend feststellen, dass sich Patienten im näheren Umkreis ihres Wohnortes behandeln lassen, existiert der Medizintourismus und die damit verbunden Risiken dennoch“, resümiert Pavel Hilbert. „Mit der Umfrage möchten wir Verbrauchern und Patienten diese Risiken bewusster machen. Estheticon bietet hier einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit und qualifizierten Orientierung, denen Verbraucher und Patienten vertrauen können. Bei allen Informationen, die wir auf dem Portal bereitstellen und allen Fachleuten, die wir aufnehmen, ist das oberste Priorität.“

Anmerkung: Die Studie wurde in Form einer Online-Umfrage im September 2013 durchgeführt. Es haben in der Summe 53 Fachärzte für Plastische und Ästhetische teilgenommen. Die Befragung bezog sich auf den Zeitraum Sept 2012 – Sept 2013. Die Befragten wurden nach ihrer qualifizierten Schätzung gefragt, nicht nach exakten Daten.
Für mehr Sicherheit und Freude an ästhetischen Behandlungen.
www.estheticon.de / www.estheticon.com

Ergänzende Zitate zum Thema „Medizintourismus“, September 2013

Holger Fuchs
Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie
Praxis Klinik Pöseldorf, Hamburg
„Auch wir behandeln in der Praxis Klinik Pöseldorf in Hamburg viele Patienten aus dem Ausland. Sie suchen mich und mein Klinikteam nicht etwa aus Kostengründen auf, weil sie sich eine günstige Behandlung erhoffen, sondern aufgrund unserer Reputation, der langjährigen Erfahrungen und der jahrelangen Qualifikation im Bereich der Plastischen, Ästhetischen und Rekonstruktiven Chirurgie. Wer sich für einen Eingriff entscheidet, sollte sich immer in die Hände von Spezialisten begeben, die professionell und kompetent beraten und eine gezielte Betreuung vor, während und nach einer Operation gewährleisten können. Vor allem muss die Nachsorge abgesichert sein, damit die Wundheilung regelmäßig kontrolliert werden kann. Dafür ist es wichtig, dass der Patient vor Ort ist und die Nachuntersuchungen gemeinsam besprochen werden können. Grundsätzlich kann man sich auch im Ausland einer Behandlung unterziehen und sei es in Verbindung mit einem Urlaub – dem sogenannten Medical Tourism. Auch Kollegen anderer Länder sind hervorragend ausgebildet und qualifiziert. Problematisch wird es dann, wenn Ärzte aufgesucht werden, denen Profit wichtiger ist, als das Wohl der Patienten und auch entsprechende Qualifikationen fehlen oder bestehende schwer nachzuprüfen sind. Aber das kann überall auf der Welt passieren. Es gibt eigentlich keinen Grund für eine plastisch-ästhetische oder rekonstruktive Behandlung ins Ausland zu gehen, denn in Deutschland praktizieren genügend Fachärzte mit einer exzellenten Ausbildung. Billiger und unqualifizierter Medizintourismus ohne die Möglichkeit einer professionellen Nachversorgung ist gefährlich und sollte immer mit Vorsicht bedacht werden.“

Prof. Dr. med. Dennis von Heimburg
Facharzt für Plastische, Ästhetische Chirurgie sowie Handchirurgie
Praxisklinik Kaiserpfalz, Frankfurt
„Nur über repräsentative Umfragen erhalten wir verwertbare Informationen über die Patienten in der ästhetisch-plastischen Chirurgie. Die Teilnahme der Fachärzte an solchen Umfragen wird, ebenso wie die Durchführung und Veröffentlichung von Operationsstatistiken, immer wichtiger für die Darstellung und Übersichtlichkeit unserer Arbeit.“

Dr. med. Holger Hofheinz
Facharzt für Chirurgie sowie Plastische Chirurgie
Klinik am Rhein, Düsseldorf
„In der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie ist die Bedeutung eines persönlichen Ansprechpartners vor und nach einem Eingriff von sehr hohem Stellenwert. Dieser wesentliche Punkt ist meiner Meinung nach bei Eingriffen im Ausland nicht wirklich gegeben. Fast alle im Ausland operierten Patienten berichten mir, dass es durch Sprachbarrieren und organisatorische Mängel zu Unsicherheiten und Ängsten kommt.“

Über das Portal Estheticon
Die Estheticon bietet alle Informationen zur ästhetischen Medizin. Konzipiert ist es als Beratungs- und Kontaktportal für an ästhetisch-plastischen Eingriffen interessierte Endverbraucher. Diese finden hier Fachinformationen, die sehr übersichtlich strukturiert und gut verständlich erläutert sind.
Detaillierte Beschreibungen aller Leistungen und Arten von Eingriffen sowie Video-Reportagen und Vorher-Nachher Fotos ermöglichen eine schnelle Orientierung.
Zu jedem Themenbereich werden Ärzte und Praxen mit vollständigen Kontaktdaten, einem Überblick ihres Leistungsspektrums und einer Preisübersicht aufgeführt.
Die Besucher des Portals können zudem unmittelbar mit den Ärzten kommunizieren: entweder öffentlich in den nach Eingriffsart sortierten Diskussionsforen oder privat und persönlich durch das Kontaktformular des Interneteintrages.
Positive Erfahrungen können mit anderen geteilt werden, Ärzte und Praxen bewertet und empfohlen werden. Dies ist derzeit in 14 Sprachversionen weltweit möglich.
Mit durchschnittlichen Besucherzahlen von mehr als einer Million Erstbesuchern in allen Sprachversionen ist Estheticon das größte Internetportal für ästhetisch-plastische Chirurgie. Im Jahr stellen Besucher mehr als 28.000 öffentliche Fragen in die verschiedenen Themenforen ein und bekommen über 24.000 Antworten von Ärzten und Fachleuten.

Über das Unternehmen Estheticon
Das 2006 von Pavel Hilbert und Artur Holba gegründete Unternehmen Estheticon bietet seine Internetdienste mittlerweile in 14 Sprachversionen an und arbeitet international mit Ärzten und Fachleuten aus mehr als 80 Ländern zusammen.
Das Aufklärungs- und Informationsportal wird stetig nach den Anforderungen der Märkte und kontinuierlichem Feedback von Ärzten, Gesellschaften und Usern professionalisiert und auf weitere Sprachversionen ausgeweitet. Dabei werden lokale Marktbedürfnisse individuell berücksichtigt.
Mehr als 20 feste und freie Mitarbeiter recherchieren Themen, pflegen Kundenbeziehungen und kümmern sich rund um die Uhr um die Aktualisierung der Inhalte.
Die Deutsche Sprachversion www.estheticon.de ging 2007 online und verzeichnet durchschnittlich 140.000 Besucher im Monat.

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