Pal Dragos: Erziehungsdefizit in der Postmoderne – Chance der Basisdemokratie

An der zunehmenden Verhärtung und der damit verbundenen Intellektualisierung der Eltern leiden Kinder und Jugendliche immer mehr. Im Erziehungsprozess wird auf deren Empfindungswelt immer weniger Rücksicht genommen. Nach der Pubertät werden meist nur die intellektuellen Argumente in die Auseinandersetzungen eingebracht, ohne Verständnis für die Empfindungen der Jugendlichen aufzubringen. Dabei bietet gerade die Berücksichtigung der Empfindungswelt die Chance, eine individuelle Entwicklung zu beginnen, statt in einer „kollektiven Suppe“ voller Spekulationen und Dogmen „verschwinden“ zu müssen.

Die zunehmende Verhärtung der Erwachsenen, durch den Untergang des klassischen Subjekts in der Postmoderne, führt auch zu einer Verhärtung der gesellschaftlichen Verhältnisse. Dieser Verdinglichung entgegenzuwirken, ist eine Chance der Basisdemokratie. Trotz der Anfangsschwierigkeiten ermöglicht heutzutage die digitale Entwicklung, dass jedes mündige Individuum zu wichtigen politischen Themen unter Berücksichtigung der eigenen Empfindung Stellung beziehen kann. Eine lebendige Politik kann (und muss!) stets auch die Befindlichkeit der Basis, zusätzlich zu den Urteilen in Sachfragen, berücksichtigen.

In Deutschland ist die Piratenpartei derzeit die einzige Partei, die sich konsequent dieser Chance der Basisdemokratie verschrieben hat.

Der Autor leitet das Wachstumstrend Forschungsinstitut. (www.wachstumstrend.de)


11.09.2012:

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