Europäische Investitionsbank finanziert Großkonzerne
Verfasst von Rainer Karow am Sa, 2010-02-27 10:27.Europäische Investitionsbank finanziert Großkonzerne
aus ngo-online.de
25. Februar 2010
Bild: Beata Laki/sxc.hu[ngo] Deutschland, Spanien und Italien profitieren mit Abstand am meisten von der Kreditvergabe der Europäischen Investitionsbank (EIB, European Investment Bank). Wie die EIB am 25. Februar in Brüssel mitteilte, erhielten allein diese drei EU-Mitgliedstaaten von 2005 bis 2009 rund 41 Prozent des gesamten Kreditvolumens. Deutschland erhielt in den fünf Jahren 36,9 Milliarden Euro (13,3 Prozent). 2009 summierten sich die Kredite der EIB an deutsche Unternehmen und an die öffentliche Hand auf 9,8 Milliarden Euro. Deutsche Großkonzerne wurden dabei besonders stark begünstigt. Für die Produktentwicklung gingen beispielsweise 0,45 Milliarden Euro an Robert Bosch, 0,41 Milliarden an Arcor, jeweils 0,4 Milliarden an Daimler, Volkswagen, Wacker-Chemie und Boehringer, sowie 0,38 Milliarden an die Commerzbank. Mit 0,58 Milliarden wurde die Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH unterstützt, 0,23 Milliarden gingen an die Fraport AG für den Ausbau des Frankfurter Rhein-Main-Flughafens. Eine Atomfabrik in Frankreich erhält 0,2 Milliarden Euro.
Das gesamte neu gezeichnete Kreditvolumen der Europäischen Investitionsbank stieg von rund 58 Milliarden Euro im Jahr 2008 um 36 Prozent auf 79 Milliarden Euro an. Fast 90 Prozent der Kredite in 2009 wurden innerhalb der Europäischen Union (EU) vergeben. 42 Prozent dieser EU-Kredite wiederum gehen an Unternehmen, 34 Prozent an Banken und 24 Prozent an öffentliche beziehungsweise staatliche Stellen.
Nur 28 Prozent der Energiekredite für erneuerbare Energien
EIB-Vizepräsident Philippe de Fontaine Vive bemühte sich um einen grünen Anstrich der Bank-Aktivitäten. Seiner Darstellung zufolge geht es bei der Kreditvergabe insbesondere um Umwelt- und Klimaschutz, erneuerbare Energien sowie um kleine und mittlere Unternehmen. (.....)
Redaktion „les Art“
www.internet-magazin-les-art.eu
Brüssel, 27.02.2010 Kommentierung:
Diese, als wichtige, mit „grünem Anstrich“ versehene Positivmeldung, ist bei genauem Hinsehen ein Desaster. Denn bei genauem Hinsehen wird den Großkonzernen, die zugegeben große Investitionen tätigen, jedoch am Beispiel „Ewonic, E-ON, RWE“ etc, Gewinne einfahren und eine Preisabschöpfung im heimischen Markt vornehmen, die diese Hilfen nicht nötig machen.
Denn dort, wo diese Hilfen fehlen, wird so gut wie nichts getan. Bei den vielen Innovationsfabriken der Kleinfirmen, des Mittelstandes und der vielen Erfinder, die sich tagtäglich um das Wohl der Gemeinschaften verdient machen. Diese bleiben im Regen stehen resp. man stiehlt ihnen ihre Erfindungen oder verhindert sie.
Denn es geht hier nicht um Fortschritt, der viel weiter sein könnte, würde man den Fortschritt fortschreiten lassen, also ihm nicht mehr im Wege stehen, sondern es geht darum, ein Klientel zu bedienen mit dem man verwoben ist. Der berühmten Wirtschaftslobby und der Banken, die das Geschehen beherrschen, vortritt zu lassen und mit dafür Sorge zu tragen, das die Macht dieser Konzerne und deren Quasi-Monopolstellung, erhalten bleibt.
Das ist nur ein Desaster und führt zu großen politischen Schaden um die Idee Europa, die eben genau an dieser Stelle ihre politische Verhinderung erfährt und zum Ende der EU, des Euros und einer geschichtlich gewollten Entwicklung, führt.
Die Politik und die nationalgesteuerte EU, machen sich hier an den Bevölkerungen und Generationen Europas, schuldig!















