Lasik bei Beachvolleyballspielerin
Verfasst von Stefanie am Fr, 2010-02-05 00:08.Stefanie Hüttermann hat langfristige und große Ziele im Beach-Volleyball. Daher hat sie in diesem Winter zwei Entscheidungen für die Zukunft getroffen: Sie unterzog sich einer Schulter- und einer Augen-OP. Wie es ihr jetzt geht und was sie sich von der Saison 2010 erhofft...
..., verrät sie im Gespräch mit beach-volleyball.de.
Hallo Steffi! Du hast dich direkt nach der Saison einer als "heikel" geltenden Schulter-OP unterzogen. Welche Erfahrung hast du damit gemacht?
Stefanie Hüttermann: "Ich habe mit der Entscheidung lange gerungen, weil ich einen großen Respekt vor solch einer OP hatte. Deswegen habe ich letzten Winter versucht, die Schulter-Verletzung konservativ in den Griff zu kriegen, mit Physiotherapie, Reha und Kraftaufbau. Doch im Laufe dieser Saison hat sich herausgestellt, dass es mit der Schulter so nicht weiter geht. Ich hatte immer Schmerzen, habe mich irgendwie durch das Training geschleppt, damit ich am Wochenende spielen konnte, hatte dann aber auch bei den Turnieren Schmerzen. Ich möchte auch längerfristig Beach-Volleyball spielen, so dass eine OP einfach notwendig war."
Hast du die OP gut überstanden?
"Ja. Sie hat zwar über zwei Stunden gedauert, aber es wurde auch viel gemacht. Der Arzt war sehr zufrieden und sagte, alles müsste gut heilen und ich würde wieder richtig fit werden."
Wie geht es jetzt deiner Schulter?
"Ich habe noch die Nachwirkungen von der OP. Man merkt also schon, dass das ein großer Eingriff war und es nicht von heute auf morgen heilen kann. Ich habe noch Schmerzen z.B. beim Autofahren. Diese Rotationsbewegungen gehen noch nicht. Jetzt ist die Nachbehandlung sehr wichtig, also Physiotherapie und Krafttraining. Vor allem darf man nicht zu früh anzufangen, sondern drei Monate wirklich komplett Pause machen, was sehr schwierig ist (lacht), aber meine Diplomarbeit lenkt mich gut ab."
Du scheinst ja jetzt im Winter richtig aufzuräumen, denn du hast dich einer weiteren OP unterzogen.
"Ja, ich habe mir die Augen lasern lassen im Augenzentrum Maus in Köln. Jetzt ist optimaler Zeitpunkt dafür, denn man darf zwei Wochen vor der OP keine Kontaktlinsen tragen, und das geht eben nur in der Saisonpause. Ich habe schon länger darüber nachgedacht, weiß dass es z.B. auch Jonas (Reckermann, Anm. d. Red.), Rieke (Brink-Abeler, Anm. d. Red.) und Ilka (Semmler, Anm. d. Red.) gemacht haben, und jetzt hat das einfach gepasst."
Wie hast du diesen Eingriff überstanden?
"Ich hatte auch einen großen Respekt vor solch einem Eingriff. Sich irgendetwas an den Augen machen lassen, da kriegt man schon Angst, weiß nie, was passiert. Aber das war super! Die OP hat neun Minuten gedauert und jetzt ist das eine unheimliche Verbesserung der Lebensqualität! Ich freue mich schon auf die nächste Saison ohne Kontaktlinsen! Ich kann´s wirklich jedem empfehlen!"
Augen lasern – wie soll man sich das vorstellen?
"Es ist wirklich unglaublich! Das Augenzentrum hat den schnellsten Laser der Welt. Er ist optimal auf die individuellen Bedürfnisse eingestellt. Man hat eigentlich gleich nach der OP die volle Sehkraft, man muss aber einen halben Tag Schonlinsen und Sonnenbrille tragen und dann sofort die volle Sehkraft. Ich sehe noch besser als mit Brille und Kontaktlinsen. Die Konturen sind schärfer und ich freue mich jeden Tag, dass ich keine Brille oder Linsen tragen muss. Ich bin extrem gespannt, ob ich im Sand einen Unterschied merke, z.B. bei der Ballflugkurve oder ob ich die gegnerischen Hände besser sehe. Leider darf ich das noch nicht testen..."
Volle Sehkraft, Schulter operiert – dann kann die Saison 2010 ja kommen?
"Ich freue mich schon riesig darauf! Ich werde auf jeden Fall mit Anni (Schumacher, Anm. d. Red.) weiter spielen. Sie hat mich sehr unterstützt. Wir haben die Entscheidung für die Schulter-OP gemeinsam getroffen. Sie weiß, wie schwierig es diese Saison war. Das Turnier in Vaduz mussten wir z.B. wegen der Schulterschmerzen abbrechen. Uns ist klar, dass ich durch den Trainingsrückstand nächste Saison im Nachteil sein werde, aber wir wollen längerfristig etwas erreichen und nehmen diesen Rückstand in Kauf. Ich darf wahrscheinlich im Januar mit Balltraining anfangen und ich bin einfach gespannt, wie sich die Operationen auswirken."
Wie bewertest du denn die Saison 2009, eure erste gemeinsame Saison, und wo soll es nächstes Jahr hingehen?
"Trotz meiner Verletzungsproblematik hat das spielerisch mit uns schon sehr gut geklappt und menschlich ist es ohnehin super mit Anni. Die Saison war etwas von Höhen und Tiefen geprägt. Auf Usedom sind wir Zweiter geworden, in Vaduz vierter oder in Blackpool Siebter, was ein schöner Saisonabschluss war. Leider hatten wir auch ein paar schlechte Turniere wie Fehmarn und St. Peter, wo auch die Schulter nicht gehalten hat. Es hat aber mit Anni total Spaß gemacht, und wir wollen uns international etablieren, was sicherlich nicht einfach wird bei der starken Konkurrenz in Deutschland. Wir wollen aber jede Chance nutzen und international spielen. Es macht unglaublich Spaß, gegen andere Länder zu spielen. Mein größter Wunsch ist, dass ich schmerzfrei die nächste Saison bestreiten kann."
Steffi, vielen Dank für das Gespräch und gute Besserung. Auf eine schmerzfreie Saison!
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