Rhein-Wied-News: Rheinland - Pfalz: Jeder siebte an Armutgsrenze
Verfasst von media3kom am Mi, 2009-12-16 08:29.Etwa eine halbe Million Menschen in Rheinland-Pfalz oder 14,5 Prozent der Einwohner sind von Armut bedroht. Das teilt das Statistische Landesamt mit. Was Armut bedeutet, können sich wohl nur die vorstellen, die von ihr betroffen sind. Meistens geht Armut mit Ausgrenzung und gesellschaftlicher Isolation einher. Nicht teilhaben können am kulturellen und sozialen Leben. Nach einer Definition der Europäischen Union gelten Menschen dann als armutsgefährdet, wenn sie weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens verdienen.
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In Deutschland liegt die so genannte Armutsschwelle für Einpersonenhaushalte bei 787 Euro, für eine vierköpfige Familie bei 1.652 Euro.
Rheinland-Pfalz liegt im Bundesdurchschnitt bei etwa 14,4 Prozent. Fünf Bundesländer weisen niedrigere Armutsgefährdungs- quoten auf. Im Jahr 2007 lag die Quote in Rheinland-Pfalz bei 13,5 Prozent.
Besonders von Armut bedroht sind laut Statistik Erwerbslose (53,1 Prozent) sowie Alleinerziehende und deren Kinder (44,2 Prozent). Auch Menschen mit Migrationshintergrund (27,9 Prozent) sind weit über dem Durchschnitt armutsgefährdet.
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Daneben sind den Angaben zufolge unter 18-Jährige mit 18,2 Prozent in erhöhtem Maß von Armut bedroht, 18- bis 25-Jährige mit 20,5 Prozent. Auch für die Gruppe der über 65-Jährigen liegt die Armutsgefährdungsquote mit 16,6 Prozent über dem Durchschnitt der rheinland-pfälzischen Bevölkerung.
Armutsrisiko bei Geringqualifizierten besonders hoch
Besonders deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Quoten der Hoch- und Geringqualifizierten. Während die Gruppe der Hochqualifizierten eine Armutsgefährdungsquote von 3,9 Prozent aufweist, trifft dies auf gut jeden Dritten (35 Prozent) bei den Geringqualifizierten zu.
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