Ölpreis stabilisiert sich bei 50 USD.

Heizöl kostet im Moment soviel oder sowenig wie seit drei Jahren nicht mehr. Die schwierigen wirtschaftlichen Aussichten rund um die Kredit- und Finanzkrise und ihre immer deutlicher werdenden Auswirkungen auf die reale Wirtschaft senken auch die Nachfrageprognosen nach Ölprodukten. Das Ölkartell OPEC trifft sich diese Woche, um über die künftige Förderpolitik zu befinden. Erwartet wird allgemein eine Kürzung, um preissenkende Angebots-Überschüsse frühzeitig abzubauen. In der Vergangenheit blieb es in derartigen Situationen häufig bei verbalen Fördermengen-Kürzungen, welche wegen des Druckes auf den Staats-Haushalt der Förderländer oft nicht in die Praxis umgesetzt wurden. Was wiederum die Angebots-Überschüsse steigert und erneut auf den Ölpreis drückt. Die Verbraucher-Prognosen sind in diesen Tagen wirklich schlecht. Wenn allein in den USA die Autoverkäufe um hohe zweistellige Prozentwerte wegbrechen, wird der Benzinabsatz massiv unter der neuentdeckten Sparsamkeit der Amerikaner leiden. Das Land ist mit 25% bzw. 22 Mio. Barrel Ölkonsum pro Tag der grösste Verbraucher. Schwächt sich dort der Konsum ab, bleibt das nie folgenlos für die weltweite Ölpreis-Bildung. Es ist also nicht auszuschliessen, dass mit weiteren negativen Wirtschafts-Nachrichten der Ölpreis weiter nachgibt. Wer nicht darauf pokern mag, schliesst jetzt ein sogenanntes ‚Termingeschäft’ ab. Damit sichert man sich ähnlich wie bei einer Fix-Hypothek zum Preis von heute eine Lieferposition in der Zukunft. Bis Ende März ist dabei noch das derzeitige Preisniveau aktuell, im zweiten Quartal rechnet man an den Ölbörsen offenbar heute bereits wieder mit steigenden Ölpreisen. Angesichts des Wintereinbruchs bis in tiefe Lagen lohnt sich nun ein genauer Blick auf die Tankuhr sowieso; mit einer frühzeitigen Bestellung lässt sich eine stillstehende Heizung mangels Heizöl-Vorrat vermeiden.