Michael Turgut: die gesetzliche Rente verliert zunehmend an Bedeutung

Michael Turgut: die gesetzliche Rente verliert zunehmend an Bedeutung

„Fasst man die ersten Ergebnisse der Koalitionsvereinbarung zusammen, so wird sich die Situation der gesetzlich Rentenversicherten in der Bundesrepublik Deutschland in den kommenden Jahren nicht verbessern“, meint Michael Turgut, Vorstand der IFF AG aus Hof. Zwar gehen die Koalitionsparteien davon aus, dass die gesetzliche Rentenversicherung, wichtigste Säule der Altersversorgung darstellt. Darüber hinaus sei aber die betriebliche und private Altersvorsorge unerlässlich.

Genau hier bestehen aber nach wie vor noch große Defizite, wie der Hofer Finanz-Spezialist Turgut meint: „Die zusätzliche Altersvorsorge muss künftig einen höheren Stellenwert erhalten, um den im Berufsleben erreichten Lebensstandard auch im Alter aufrecht erhalten zu können. Hierfür steht ein umfangreiches Instrumentarium mit steuerlichen Elementen und Zulagen zur Verfügung. Fernerhin gibt es eine Fülle von interessanten Vorsorgemöglichkeiten im Bereich der privaten Altersabsicherung.“ Und so ist auch die Regierung der Ansicht, dass viele Bürger noch nicht ausreichend für ihren eigenen Lebensabend vorsorgen. Dies jedenfalls lässt sich aus den derzeitigen Gesprächen entnehmen, wonach im Jahre 2007 geprüft werden soll, welchen Verbreitungsgrad die betriebliche und private Altersvorsorge eigentlich erreicht hat und wie die weitere Entwicklung des Ausbaus einzuschätzen ist.

Ein Damoklesschwert steht dabei auch weiterhin im Raum: „Wenn es sich zeigt, dass durch die Förderung mit den bisherigen Instrumenten keine ausreichende Verbreitung einer privaten und betrieblichen Altervorsorge gewährleistet ist, könnte die Bundesregierung zu gesetzlichen Regelungen greifen“, meint Michael Turgut. Gemeint ist damit, die unter Fachleuten diskutierte Thematik zum Thema Opting-Out – wonach die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland ggf. ab 2007 verpflichtet werden sollen, neben der gesetzlichen Rente verpflichtende weitere Vorsorgeleistungen tätigen zu müssen.

Für Michael Turgut
wäre diese Situation der Schritt in die falsche Richtung, denn gesetzliche Restriktionen hätten auch in der Vergangenheit noch nie dazu geführt, dass auch wirklich die vernünftigste Vorsorgeform gewählt wird. Dies zeige sich auch in anderen Bereichen.


13.11.2006:

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